"Keine weiteren Castortransporte durch das Gebiet der Samtgemeinde Aue"
27. November 2011 0 KommentareSehr geehrter Herr Samtgemeindebürgermeister Benecke!
Für die Samtgemeinderatsgruppe "SPD/Dr.Hintze" stelle ich folgenden
Antrag mit der Bitte um Beschlussfassung auf der nächsten Samtgemeinderatssitzung am 15.12.11:
DER SAMTGEMEINDERAT AUE SPRICHT SICH GEGEN ZUKÜNFTIGE TRANSPORTE HOCHRADIOAKTIVER ABFÄLLE (CASTORTRANSPORTE) DURCH DAS HOHEITSGEBIET DER SAMTGEMEINDE AUS
Begründung:
1. Im Falle einer Zugkatastrophe (Beispiel Eschede) käme es zu
unkontrollierten Freisetzungen hochradioaktiver Strahlung.
2. Die sogenannten Castorbehälter sind (im Modellversuch) nur für
eine Aufprall-Geschwindigkeit von 48 km/h ausgelegt, werden jedoch trotz ihrer
extrem gefährlichen Ladung mit hoher Geschwindigkeit transportiert, und es fehlt
eine Rechtsgrundlage.
3. Die bisherigen Transportgenehmigungen basieren - spätestens nach
den letzten Nuklear-Katastrophen - auf völlig veralteten Risikobewertungen (siehe
neue Risikobewertung im Zusammenhang mit dem Atomausstiegsbeschluss des Deutschen
Bundestages).
4. Im Falle einer Nuklearkatastrophe ist der Katastrophenschutz des
Landkreises Uelzen im Hinblick auf den Umgang mit leckgeschlagenen
Behältern mit hochradioaktivem Inhalt völlig hilflos und nicht ausgerüstet.
5. Für Nuklearkatastrophen gibt es im Landkreis Uelzen keinerlei
Katastrophenschutzpläne.
6. Die Inkaufnahme des extrem hohen "Restrisikos" von Castortransporten widerspricht
dem Strahlenminimierungsgebot der Strahlenschutzverordnung. Darüber hinaus hat die Innen-
ministerkonferenz beschlossen, dass Genehmigungen von Gefahrguttransporten nicht nur
generell sondern insbesondere von hochradioaktivem Atommüll die Sicherheit der
Menschen als alleinige Grundlage haben dürfen.
Für die Samtgemeinderatsgruppe "SPD/Dr.Hintze"
Dr.Horst-Michael Hintze
EnergieKommunalpolitikUmwelt und Nachhaltigkeit
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